Ausweichen ist keine Alternative

Michael Lang: "Ich will mich in Bremen festspielen"
Michael Lang möchte sich im Konkurrenzkampf auf der rechten Seite durchsetzen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 07.11.2019 / 15:46 Uhr

Von Sophia Ahrens

Es ist ein ungewohntes Bild, das sich am Donnerstag auf dem grün-weißen Trainingsgelände bietet. Michael Lang, seines Zeichens gestandener Rechtsverteidiger, probiert sich auf der linken Seite der Abwehr. Szenen, die nicht unbedingt zur Gewohnheit werden sollen – zumindest wenn es nach dem Schweizer geht. „Wenn man in London Auto fährt, ist das auch erstmal ungewohnt", vergleicht er und stellt klar: "Ich bin rechter Verteidiger, da liegen meine Stärken." Doch bei dem 28-Jährigen wird schnell deutlich: Es geht vor, was fürs Team gut ist. „Am Ende entscheidet der Trainer. Wenn ich woanders gebraucht werde, spiele ich auch da.“

Gebraucht werden, wie man es sich gerne wünscht – etwas, wo Lang nun unbedingt wieder hinkommen will. Unter der Woche bei der Mannschaft volle Leistung bringen, aber am Wochenende trotzdem nur von der Bank zuzuschauen, sei nie ein gutes Gefühl. Dass Bank und Spielfeld am Sonntag in Gladbach liegen, spielt für den Leihspieler der Borussen keine Rolle. Eine Profi-Mannschaft besteht nunmal nicht nur aus elf Spielern, das ist dem Rechtsverteidiger mehr als bewusst. "Einige Spieler müssen immer in den sauren Apfel beißen."

Jetzt die komplette Mixed Zone mit Michael Lang anschauen (Foto: nordphoto).

Dass er als Reservist das Wochenende stets mit einem faden Beigeschmack beendet, will Lang möglichst schnell hinter sich lassen. Eben auch, weil Werder ein langfristiges Ziel von ihm ist, wie er im Vorfeld des Gladbach-Spiels noch einmal betont: „Meine Aussage, dass ich mich in Bremen festspielen will, bleibt bestehen, daran wird sich so schnell nichts ändern.“ 

Im Training versucht der Schweizer Rechtsverteidiger immer hundert Prozent zu geben und auf sich aufmerksam machen. „Qualitativ ist die Mannschaft auf fast allen Positionen doppelt besetzt." Ihm ist der aktuelle Konkurrenzkampf mit Theodor Gebre Selassie bewusst. Schaut man sich die Aufstellungen der letzten Spiele an, könne man durchaus zu dem Schluss kommen, dass dieser ihm "einen Schritt voraus" sei, gesteht auch Lang. Kein Grund aber, dem Fechten um die Position aus dem Weg zu gehen: „Ich will mich da langfristig durchsetzen.“ Ausweichmanöver sind einfach nicht das Ding von Michael Lang.

 

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